Wintersonnenwende

Aus Liber Paganum
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Die Wintersonnenwende markiert den kürzesten Sonnentag des Jahres. Aufgrund der Schaltjahr-Regelung des Gregorianischen Kalenders verschiebt sich der Tag zyklisch zwischen dem 21. und dem 23. Dezember des Jahres.


Hintergründe

Die Wintersonnenwende leitete für die alten Germanen, Kelten und Nordmänner die Zeit der "Zwölf Nächte" ein, in der die Geister der Ahnen und Wesen aus anderen Welten die Erde bewandern. Das nahende Ende der dunklen Jahreszeit wird mit dem Mittwinterfest, Jul, gefeiert.


Bräuche

Überliefert ist das Aufstellen eines Baums, an dem Süßigkeiten angehängt werden, die von den Hausgästen abgebissen werden sollen (ohne sie mit den Händen zu berühren). Am Ende der "Zwölf Nächte" wurde der -- mittlerweile ausgetrocknete -- Baum auf dem nächsten Hügel in Brand gesteckt und den Abhang hinunter gerollt.

Vergleiche

Der Festtag ist vergleichbar mit den römischen Saturnalia, die eine Woche lang jegliche zivile Ordnung auf den Kopf stellten. In die selbe Zeit fiel die Feier des Lichtgottes Lucifer, der später von christlichen Autoren mit einer anderen Gestalt gleichgesetzt wurde. Einige seiner Eigenschaften sind allerdings vergleichbar mit Loki.

Im Keltischen lag das Augenmerk hauptsächlich auf den Geistern und Kobolden der Anderwelt, deren Tore in den Tagen nach der Sonnenwende offen standen.

Der christliche Brauch des "Weihnachtsbaums" geht eindeutig auf die heidnische Tradition zurück; der Wandel des Baumbehangs von Nahrungsmitteln zum heute üblichen Baumschmuck ist erst im 19. Jahrhundert flächendeckend vollzogen worden, und auch hierbei gibt es bis heute Ausnahmen.