Thing

Aus Liber Paganum
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Das Thing bezeichnet sowohl die örtliche Gemeinschaft, die sich mehr oder weniger regelmäßig trifft, als auch das Treffen selbst. Heute gehören dem Thing alle mündigen (= wer seine Meinung sagen kann) Männer und Frauen der örtlichen Gemeinschaft an, bei unseren Ahnen waren es nur die Männer.

Die Gemeinschaft

Ursprünglich (im Mittelalter) erstreckte sich der Einzugsbereich einer Thinggemeinschaft nur auf die direkte Umgebung; zum Beispiel die Bewohner eines Dorfes oder eines Gutshofes. Damals gab es schließlich keine Möglichkeit, über weitere Strecken anzureisen, die für die breite Masse erschwinglich gewesen wäre. Heute dagegen sieht es eher so aus, daß eine längere Anreise erschwinglich und in den meisten Fällen auch notwendig ist, um genügend Teilnehmer für eine Versammlung zusammen zu bekommen.

Das Treffen

Auf dem Thing wurden ursprünglich alle wichtigen Themen besprochen, Rechtsstreitigkeiten geklärt, Neuigkeiten ausgetauscht und natürlich auch mit Göttern wie mit den Ahnen kommuniziert. Die Beschlüsse, die auf dem Thing gefaßt wurden hatten rechtlich den gleichen Stellenwert wie heute etwa Gerichtsurteile oder Gesetze.

Der Vorsteher

Der Vorsteher eines Things ist ein gewähltes Mitglied der Gruppe. Während früher oft die Stellung der Thingmitglieder untereinander eine Rolle spielte, wer den Vorsitz übernahm (Wenn zum Beispiel ein Gutsherr und alle seine Knechte zum Thing gehörten, hatte in den seltensten Fällen ein Knecht den Vorsitz), sind es heute eher Überlegungen, wer dafür charakterlich am besten geeignet sei.