Götter

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Die germanischen/nordischen Götter umfassen mehrere Familien -- hauptsächlich die Asen und Wanen. Die wichtigsten Götter sind Odin, Frigga, Thor, Freyr, Freya, Hel, Loki, Tyr, Heimdall, und einige andere.


Aufgaben

Götter sind übernatürliche Wesen hohen Ranges und großer Machtfülle.

Es gibt männliche und weibliche Götter, die oft in Paaren auftreten. Nach ihrer Stellung in der Götterfamilie unterscheidet man Muttergöttinnen und Vatergötter, Urgottheiten (nach ihrer Lebenszeit) und ewige Götter (unsterblich).

Nach Ihrem Wohnraum werden sie in Himmels-, Erd-, und Unterweltgottheiten eingeteilt, nach ihrer Funktion in Universal-, Lokal-, Schöpfungs- und Richtergottheiten, nach den ihnen zugeordneten Elementen in Feuer-, Luft-, Wasser- (hier Quell-, Regen-, Fluß- und Meeresgötter: siehe Thor) und Erdgottheiten. Sonnen, Mond, Abend- und Morgenstern, Jahreszeiten etc. zählt man zu den Astralgottheiten.

Es gibt Götter für Jagd, Fischfang und Herdenwesen, Pflanzengottheiten (Baum, Busch, Wald, Getreide, Garten). Das Leben der Menschen miteinander personifizieren Haus-, Herd-, Geburts-, Liebes- und Ehegottheiten, Schicksals- und Todesgötter. Aber auch Recht, Verträge, Krieg, Sieg und Frieden, Kultur, Wissenschaft und vieles mehr sind oft entsprechenden Gottheiten zugeordnet.

Die heidnischen Götter sind mächtig, wissend, manchmal gnädig, aber nicht allwissend, allmächtig und allgnädig. Sie können grantig sein oder erzieherisch wirken, aber sie sind nicht übermäßig nachtragend oder rachsüchtig. Das Verhältnis des Heiden zu seinen Göttern basiert nicht auf bedingungsloser Unterwerfung; die Götter sind eher Partner auf einer gehobenen Ebene, schräg übergeordnet, nicht direkt darüber.

Der Heide möchte von seinen Göttern Aufmerksamkeit für sich und seine Belange, darum opfert er ihnen. Die Götter sind auf die Opfer angewiesen, denn ein Gott an den niemand mehr glaubt verliert seine Macht und vergeht. Dies geschieht nach dem Prinzip "do ut des" (lat. "ich gebe, damit Du gibst").

Es gibt Situationen, da hat man als Heide das Gefühl, dass einen die Götter mal kreuzweise können. Und das kann man ihnen sagen, ohne außerplanmäßige Blitzeinschläge befürchten zu müssen.

Feiern

Wie in allen Religionen gibt es Feiern verschiedener Art in einem Jahreszyklus. Aufgrund verschiedener Probleme mit den verschiedenen Kalendern können heute nicht alle Feste auf einen eindeutigen Termin festgesetzt werden; die Sonnenwendfeiern und Tag-und-Nacht-Gleichen sind nachvollziehbar, aber viele Einzelfeiern zu Ehren der einzelnen Götter sind schwer zu datieren.

Die meisten Feste sind keine Pflichtveranstaltungen; der typische Heide wird natürlich die Ehrentage seiner bevorzugten Gottheiten beachten so gut es geht, andere vielleicht vernachlässigen. Die Sonnenwendfeiern gelten vielen Heiden als die Hauptfeiern des Jahres, weshalb hier auch die größten Feiern stattfinden.

Historisches

Im Lauf der Geschichte hat sich eine Folge von Götterfamilien entwickelt. Aus der Mythologie ergeben sich im Nordischen Heidentum mindestens vier Götterfamilien, von denen am Ende nur die Asen und Vanen verehrt wurden. Die vorangegangenen Generationen sind als Eisriesen und Riesen in der Mythologie erhalten geblieben.

Nach der germanischen Mythologie haben die Götter die Erde geschaffen und den Menschen Leben und Geist eingehaucht. Die Götter haben Einfluss auf Naturkräfte wie Wettererscheinungen, Boden, Fruchtbarkeit, Meeresbewegungen, Pflanzenwachstum usw., teilweise sind sie auch die Verkörperung ihrer Aufgabengebiete.

Im Heidentum ist es völlig selbstverständlich, dass es Bilder (zwei- wie auch dreidimensional) der Götter und ihres Gefolges gibt. Diese Darstellungen sind nicht an sich Gegenstand der Verehrung, sondern dienen wie das christliche Kruzifix oder die Ka'aba im Islam als Konzentrationspunkt für den Gläubigen.

Historisch gab es viele Varianten von Götterbildern, die zu verschiedenen Zwecken benutzt wurden. Es gab kleine, oft in Holz oder Ton oder auch Nahrungsmitteln gearbeitete Abbilder, die häufig als Opfergaben benutzt wurden. Dazu gab es die großen Statuen in den Tempeln und an heiligen Stätten, die eben als Anlaufpunkte für die Götterdienste genutzt wurden.