Frey

Aus Liber Paganum
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andere Namen: Frei, Freyr, Frikko, ein Wane. Ursprünglich ein Sonnengott, zur Zeit der Asenherrschaft Herr über Fruchtbarkeit und Reichtum, Sonne und Regen, Beschützer des Friedens, der Lust und der Ernte. Gott des Totenreiches, Herr der Alfen.

Familie

Sohn von Njörd und Skadi, verheiratet mir Gerd. Mit seiner Schwester Freya hat er einen Sohn Fjøllnir.


Attribute

Heilige Tiere sind Eber und Pferd; der Eber war die gängigste Opfergabe. Frey wurde stets mit einer Erektion dargestellt.


Mythologie

Frey wohnt in Alfheimr, das ihm die Asen schenkten als er seinen ersten Zahn bekam; sein Reittier ist Gullinborsti. Er ist der Besitzer des Schiffs Skidbladnir, das groß genug ist alle Asen in voller Kampfausrüstung zu tragen, aber trotzdem bequem in eine Tasche passt, sowie eines Schwerts, das tötet, wann immer es gezogen wird: "Das Schwert das sich von selbst schwingt, wider die "Riesenbrut", welches er seinem Diener Skirnir als Gegenleistung, bzw. als Hilfsmittel für die Brautwerbung Gerdas überläßt.

Dadurch waffenlos geworden, bleibt Frey nur (s)ein Hirschgeweih um sich zu Ragnarök gegen Beli zu verteidigen, den er dann auch erschlägt (=>gehörnter Gott, manche ziehen hier Parallelen zum keltischen Cernunnos). Freyr wird von Surt getötet.

Historisches

In großen Tempeln stand die Statue Freys immer neben den Statuen von Thor und O∂in; es gibt Hinweise auf eine Verehrung durch Hierogamie [1]. Seit der Völkerwanderungszeit sind Eide beschrieben, wobei nach einem Tieropfer ein Ring in das Opferblut getaucht wurde, dann hochgehalten und die Formel "So Frey, Njörd und die mächtigen Asen mir helfen mögen!" gesprochen wurde.

Die Bezeichnung Frey[r] = "Herr" läßt auf ein Namenstabu bzw. einen Namensverlust schließen. Die Bezeichnung "volkswaltender Gott" läßt auf früheren Kriegsruhm schließen.